Prepaid und Postpaid im Zusammenhang mit Smartphone-Tarifen

Prepaid und Postpaid im Zusammenhang mit Smartphone-Tarifen

ID-100209792Die Geschichte des Mobilfunks ist ständig im Umbruch: Zahlreiche technische Neuerungen eröffnen dem Menschen jeden Tag neue Möglichkeiten. Zu Beginn ein Handy, nun ein Smartphone – viele wissen nicht, dass das was sie da in den Händen halten, die Rechenleistung von einem 10 Jahre alten High-End PC übersteigt. So verblüffend diese Feststellung auch sein mag, so offensichtlich ist die Tatsache, dass das Smartphone ohne eine Anbindung an das Mobilfunknetz die Grundfunktion, nämlich die des Telefonierens über das Mobilfunknetz, nicht erfüllen kann. Über WLAN und entsprechende Dienste wie Skype oder Viber ist es dennoch möglich zu telefonieren, doch macht dies im alltäglichen Gebrauch eher wenig Sinn, da WLAN nicht immer verfügbar ist.

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Mit dem Smartphone kommen also auch immer laufende Kosten – damit ist nicht der Stromverbrauch gemeint, der ist relativ gering, nein vielmehr die Kosten zur Nutzung eines Mobilfunknetzes. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Tarife. Der potentielle Kunde hat sich zunächst zwischen Post- und Prepaid zu entscheiden. Der Unterschied liegt, wie er Name bereis verrät, darin, ob die anfallenden Kosten vor (pre) oder nach (post) der Gegenleistung, also der Netznutzung, beglichen werden. Welcher Tarif am besten für den jeweiligen User geeignet ist, das hängt größtenteils von dem Nutzungsverhalten, ferner aber auch von dem Wohnort bzw. dem Ort mit der höchsten Aufenthaltsdauer des Nutzers, ab. Denn nicht jedes Netz ist überall gleich gut oder überhaupt erreichbar.

So sollte zu Beginn die Frage gestellt werden, wie oft man denn eigentlich telefoniert oder Kurznachrichten schreibt. Dabei gibt es keine klare Linie, was als Gelegenheitsnutzung und was als Intensivnutzung deklariert wird, jedoch sollte beispielsweise klar sein, dass Kunden die mehrere hundert SMS in verschiedene Netze im Monat versenden, als Intensivnutzer mit einem Vertrag besser bedient sind, als wenn sie eine Prepaid-Karte kaufen. Vertrag? Richtig gehört: Ein Vertrag ist umgangssprachlich das, was man unter Postpaid versteht. Hierbei wird die Leistung vom Mobilfunkanbieter meist monatlich abgerechnet. Die Höhe variiert je nach Tarifauswahl, so kann meist zwischen verschiedenen Volumina gewählt werden. Somit erhält der Kunde eine bestimmte Anzahl an Minuten und SMS sowie ein bestimmtes Datenvolumen für das mobile Internet, das er dann zum vereinbarten Preis nutzen darf. LTE beispielsweise ist nur über einen Vertrag nutzbar.

Ein Prepaid Tarif bietet außer LTE etwa die gleiche Leistung – allerdings wird hier jede Einheit separat abgerechnet, das heißt es wird pro Minute, SMS und Megabyte (MB) gezahlt. Dies hat den Nachteil, dass es bei gleichem Volumina teurer ist als ein Postpaid Tarif (Vertrag), allerdings auch günstiger, wenn nicht so viel telefoniert wird (Gelegenheitsnutzer). Weiterhin hat man die volle Kostenkontrolle, denn wenn das vorher bezahlte Guthaben auf der SIM-Karte leer ist, ist es bis zu einer erneuten Aufladung nicht mehr möglich, das Mobilfunknetz zu nutzen (außer Notrufe). Es kann also passieren, in einer wichtigen Situation nicht mehr telefonieren zu können. Diesen Nachteil kompensieren die Mobilfunkanbieter aber dadurch, als dass nach einer Registrierung auf der Webseite des Anbieters die Möglichkeit besteht, durch das kostenlose Senden einer SMS das Guthaben wieder aufzuladen.

Mittlerweile ist eine Art Fusion aus Pre- und Postpaid zu beobachten: So können nun monatlich einzelne Pakete dazu gebucht werden, die dem Nutzer eine gewisse Anzahl an Inklusiveinheiten bescheren oder die Preise etwas drücken. Falls mal ein Monat kommt, indem etwas mehr telefoniert werden muss, ist das sehr praktisch. Die monatlichen Kosten dieser Option sind meist günstiger als die eines Vertrages. Dennoch kann es sich lohnen, zu einem Vertrag zu greifen:

Es sollte nämlich berücksichtigt werden, dass viele Anbieter mit dem Vertrag auch ein Smartphone mitgeben, die Auswahl ist groß und die Preisunterschiede zu Geräten ohne Vertrag sind gewaltig. So kommt es, dass sich der Kostenunterschied schnell wieder amortisiert.

Bild: Image courtesy of stockimages / FreeDigitalPhotos.net

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